Projektantrag

Einer der ersten Schritte auf dem Weg zur erfolgreich absolvierten Abschlussprüfung ist der Projektantrag, der am Anfang der Projektarbeit bei der zuständigen IHK eingereicht werden muss. Die Notwendigkeit des Projektantrags ist in der Berufsordnung für Fachinformatiker geregelt:

"Dem Prüfungsausschuss ist vor der Durchführung der Projektarbeit das zu realisierende Konzept einschließlich einer Zeitplanung sowie der Hilfsmittel zur Präsentation zur Genehmigung vorzulegen."

Die Berufsordnung für Fachinformatiker gibt im Übrigen auch einen Anhaltspunkt, wie ein solches Projekt aussehen kann:

Fachrichtung Anwendungsentwicklung

  • a. Erstellen oder Anpassen eines Softwareproduktes, einschließlich Planung, Kalkulation, Realisation und Testen,
  • b. Entwickeln eines Pflichtenheftes, einschließlich Analyse kundenspezifischer Anforderungen, Schnittstellenbetrachtung und Planung der Einführung;

Fachrichtung Systemintegration

  • a. Realisieren und Anpassen eines komplexen Systems der Informations- und Telekommunikationstechnik einschließlich Anforderungsanalyse, Planung, Angebotserstellung, Inbetriebnahme und Übergabe
  • b. Erweitern eines komplexen Systems der Informations- und Telekommunikationstechnik sowie Einbinden von Komponenten in das Gesamtsystem unter Berücksichtigung organisatorischer und logistischer Aspekte einschließlich Anforderungsanalyse, Planung, Angebotserstellung, Inbetriebnahme und Übergabe.

Dieser Empfehlung kann der Prüfling nachkommen, muss er aber nicht. Grundsätzlich sollte das im Projektantrag vorgestellte Projekt so realistisch und kundennah wie möglich sein. Projekte, die den Anschein erwecken, dass sie nur zum Bestehen der Abschlussprüfung absolviert werden oder den allgemeinen Anforderungen nicht entsprechen, werden vom Prüfungsausschuss abgelehnt. Neben einer Ablehnung steht dem Prüfungsausschuss auch die Möglichkeit zur Verfügung, Änderungen z.B. am Projektumfang zu verlangen. Der Prüfling bekommt dann einen Termin zur Wiedervorlage des Projektantrags.

Inhalt des Projektantrags

Neben allgemeinen Informationen wie dem Namen des Prüflings und seiner Prüflingsnummer gibt es vier wesentliche Bestandteile:

Projektbezeichnung und Beschreibung

Hier soll kurz und prägnant beschrieben werden, was das Ziel des Projektes ist.

Zeitplanung

Der aufgestellte Zeitplan beschreibt, wie viel Zeit für die einzelnen Projektphasen eingeplant wird. Auch die Dokumentation ist Teil der Zeitplanung! Es ist darauf zu achten, dass die jeweils eingeplanten Zeiträume realistisch sind und im Rahmen des Machbaren liegen.

Dokumentation

Hier soll in Stichpunkten beschrieben werden, welche Teile die Dokumentation enthält.

Geplante Präsentationsmittel

Hier ist festzulegen, welche Präsentationsmittel bei der Projektpräsentation verwendet werden. Auch wenn auf dem Antrag bereits zur Verfügung stehende Präsentationsmittel vermerkt sind, sollte man alle unbedingt benötigten Präsentationsmittel wie Beamer selbst mitbringen. Ein Medienwechsel (zum Beispiel ein verwendeter Flipchart neben dem Beamer) macht sich außerdem gut.

Einige Anregungen für mögliche Projekte finden sich im Infocenter unter Projektarbeit-Themen.